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Langfristige, therapeutische Begleitung für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene (bis zum Alter von 27 Jahren)

Wir bieten langfristige, therapeutische Begleitung (im Folgenden Therapie genannt) für Kinder und Jugendliche an, auch bei psychischer und/oder geistiger Behinderung.

Bei der Therapie mit Kindern und zum Teil auch mit Jugendlichen ergeben sich nachfolgend dargestellte Besonderheiten:

  • Im Gegensatz zu erwachsenen Klient*innen werden die Kinder und zum Teil auch die Jugendlichen häufig von Eltern, Verwandten oder sonstigen Bezugspersonen wie z.B. Betreuer*innen aus Wohngruppen bei uns angemeldet, die Freiwilligkeit der betroffenen Kinder und Jugendlichen bleibt dennoch eine wichtige Voraussetzung für die Therapie.
  • In Absprache finden begleitend zur Therapie regelmäßige Elterngespräche (bzw. Gespräche mit Bezugsbetreuer*innen) statt. Der Transparenzgedanke ist hierbei besonders zu beachten. Im Idealfall sind die Kinder anwesend, bei Jugendlichen ist es in der Regel Voraussetzung. Mindestens werden jedoch die gesprochenen Inhalte transportiert.
  • Teilweise finden parallel Beratungen mit den Angehörigen oder den Bezugsbetreuer*innen statt. Diese werden jedoch nicht von der Therapeutin sondern von einer Kollegin durchgeführt, damit die Parteilichkeit gewährleistet wird, sowie die unterschiedlichen Anliegen entsprechend bearbeitet werden können.
  • Voraussetzung für die therapeutische Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen ist, dass die sexuellen Übergriffe beendet sind (soweit wir das einschätzen können).

Ziel der therapeutischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist es, den Betroffenen einen festen und sicheren Raum und Rahmen zu bieten. Das parteiliche Arbeiten der Therapeutin ist dabei ein wichtiger Aspekt. Einen zuverlässigen Schutzraum zu erleben ist ein wichtiger Bestandteil der therapeutischen Arbeit, denn nur so kann Vertrauen langsam wieder entstehen und aufgebaut werden.

Wir sehen die Klient*innen nicht einseitig in seiner/ihrer Verletzung durch die erlittene sexualisierte Gewalt, noch verfolgen wir eventuelle Aufdeckungsinteressen. Der Entwicklungsprozess des Kindes bzw. der/des Jugendlichen in allen Facetten ihres/seines Umfeldes und ihrer/seiner Persönlichkeit steht im Mittelpunkt der gemeinsamen Arbeit. Selbstwirksamkeit wird als wesentlicher Faktor der Resilienz gesehen und ist Bestandteil im therapeutischen Prozess.

Unsere Aufgabe in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist es, die Ich-Entwicklung zu fördern, positive Veränderungen im Selbstbild zu initiieren, den Blick auf vorhandene Ressourcen zu richten und zu unterstützen, so dass diese wirksam werden können.

Gegebenenfalls beim Abbau selbstgefährdender Verhaltensweisen zu helfen und schrittweise ein gesundes Verhältnis zum eigenen Körper und zur Sexualität (wieder) zu erlangen.

Die Kinder und Jugendlichen sollen in unserer Einrichtung den Rahmen, die Zeit und die Betreuung finden, die sie brauchen, um Vertrauen entstehen lassen zu können, ihr Selbstwertgefühl zu stärken und die erlittenen Verletzungen in Ruhe zu verarbeiten, so dass sich die Lebensqualität verbessern kann.

Oft ist die Beziehung zur Therapeutin ein erster Versuch, wieder Vertrauen aufzubauen und professionelle Bindungen zuzulassen. So können neue, positive Erfahrungen gemacht werden.

Das Ende der Therapie ergibt sich prozesshaft aus der Beziehung des Kindes/Jugendlichen zur Therapeutin und deren Einschätzung des bisherigen Therapieverlaufs.

Die Beratungsstelle bietet die Möglichkeit, dem Wunsch nach einer Pause der Therapie flexibel nachkommen zu können, ohne die Thematisierung dieses Bedürfnisses zu vernachlässigen. Eine abgebrochene Therapie kann ebenso bei Bedarf (auch nach Jahren) wieder aufgenommen werden. Sollte ein Kind oder eine Jugendliche die Therapie (aus therapeutischer Sicht zu früh) beenden wollen, so gilt es diese Entscheidung zu respektieren und gleichzeitig nach Möglichkeit eine Verabschiedungssitzung zu vereinbaren. Das Ziel ist, dass die Betroffenen lernen können, dass ihre Grenzen wahrgenommen werden (Selbstwirksamkeit) ohne dass es zum Bindungsabbruch kommt. 
Anders als bei einigen niedergelassenen Therapeut*innen entstehen keine negativen Folgen (z.B. Kostenübernahe oder Rechtfertigungsdruck) für die Klient*innen, wenn Termine nicht wahrgenommen werden. Wir sehen Kontaktverläufe mit Unterbrechungen als Prozess, in dem von den Klient*innen geprüft werden kann, ob die Therapeutin bei ihrem Bindungsangebot bleibt.

Zielgruppen

Unser Angebot richtet sich an:

  • betroffene Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahre.
  • Erwachsene, die in Kindheit oder Jugend sexuelle Gewalt erlebt haben.
    Diese werden in geeignete Einrichtungen vermittelt und im Übergang begleitet.
  • Betroffene mit einer geistigen und / oder psychischen Behinderung, ggf. mit Bezugspersonen.
  • Eltern betroffener Kinder und Jugendlicher, Angehörige und andere, dem Kind bzw. Jugendlichen nahestehenden Personen (familiärer Bereich und Nahbereich)
  • Fachkräfte und sonstige Personen, die von sexuellen Übergriffen wissen oder diese vermuten, wie z.B. Erzieher*innen, Lehrer*innen, Nachbar*innen, Mitarbeiter*innen in Ämtern und Schulen und anderen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe.
  • Fachkräfte / Mitarbeiter*innen aus der Flüchtlingshilfe.
  • Fachkräfte, die nach SGB VIII §8b und dem KKG §4 dem Schutzauftrag nachkommen möchten und (ggf. auch anonym) beraten werden möchten
  • Personen, die sich aus den unterschiedlichsten Gründen zum Thema sexuelle Gewalt informieren und fortbilden wollen.

Unser Team

 

 

Franziska Ullrich

Leitung der Fachberatungsstelle
Beratung und Begleitung, Fortbildung, Prävention

Frau Ullrich ist Erziehungswissenschaftlerin M.A., 
Systemische Beraterin (SG), in Qualifizierung
zur Traumapädagogin (DeGPT) und in Qualifizierung
zur Systemischen Therapeutin/Familientherapeutin (DGSF).

 

                                                                                  mit Therapiehündin Mücke

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hannah Brüggemann

Beratung und Begleitung, Fortbildung, Prävention

Frau Brüggemann ist Sozialarbeiterin B.A. und in Qualifizierung
zur Traumafachberaterin (DeGPT).

 

 

 

                                                                                                                                   mit Hündin Calima

                                                                                                    

 

 

 

 

 

 

 

 

Lisa Lehmann

Beratung und Begleitung, Fortbildung, Prävention

Frau Lehmann ist Sozialwissenschaftlerin (B.A.) mit einem Master in
Gender Studies,
Systemische Beraterin (DG3S) und in Qualifizierung
zur Traumapädagogin (DeGPT).

 

 

 

 

                        

 

 

 

 

Wiebke König

Verwaltung und Organisation

Frau König ist Diplom Wirtschaftsingenieurin
und hat eine Zusatzausbildung in integrativer Gestalttherapie und Coaching.

 

 

 

 

                                                                                                                                 mit Bürohündin Paula

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anna Hillen

Honorarkraft für telefonische Beratung und Terminvergabe

Frau Hillen ist Sozial- und Kulturanthropologin B.A.

 

 

 

Zielsetzung

Ziel unserer Arbeit ist:

  • ein niedrigschwelliges Beratungsangebot für den Raum Bergedorf und Um­gebung aufrecht zu erhalten und auszubauen. Dies erreichen wir durch eine zen­trale Lage, kurze Wartezeiten, bedürfnisorientierte Terminabsprache, regelmäßige persönliche Telefonsprechzeiten sowie die Möglichkeit, niedrigschwellig per Mail Kontakt und Unterstützung zu erhalten.

    Als hilfreich erweist sich immer wieder, dass wir die Möglichkeit haben, tiergestützt mit Therapiehunden arbeiten zu können.       
    Zudem sind alle Beratungen kostenfrei und auf Wunsch anonym möglich.
  • betroffenen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu ermöglichen, erlebte Grenzüberschreitungen und sexuelle Gewalterfahrungen in langfristiger therapeutischer Begleitung zu be- und verarbeiten. Beratungen von Bezugspersonen gegebenenfalls anzubieten.
    Freiwilligkeit auf Seiten der Betroffenen ist eine wichtige Voraussetzung und unsere Schweigepflicht gehört an dieser Stelle ebenfalls erwähnt.

  • die teilweise erheblichen Begleiterscheinungen bei bindungstraumatisierten Menschen psychoedukativ zu bearbeiten und zu begleiten.

  • in der Beratungssituation den individuellen Bedürfnissen der Ratsuchenden nachzukommen, wie zum Beispiel dem Wunsch nach Information, emotionaler Unterstützung, längerfristiger Begleitung und gemeinsamer Erarbeitung von Handlungsmöglichkeiten.

  • die oft langwierige Suche nach einer/m geeigneten niedergelassenen Thera­peut*in zu begleiten und währenddessen zu stabilisieren; Wartezeiten zu überbrücken.

  • Fachkräfte, insbesondere aus den Bereichen der Jugendhilfe und der Behinderten- und Flüchtlingshilfe, fachkundig zum Thema 'sexualisierte Gewalt' zu informieren und ihnen anzubieten, sich durch weiterführende Fortbildungen differenziert mit dieser Thematik auseinander zu setzen und zu qualifizieren.

  • sekundäre Präventionsarbeit u.a. für Fachkräfte in Kindergärten, Sportvereinen, Schulen und Elternschulen zur Thematik anzubieten und zu unterstützen (Beratung der Fachkräfte und Angehörigen).

  • primäre Präventionsangebote für Schüler und Schülerinnen und deren Lehrkräfte ab der achten Klasse anzubieten.

  • durch die Vernetzung mit verschiedenen Institutionen (z.B. Jugendamt) eine effektive und unkomplizierte Kommunikation und Zusammenarbeit zu fördern.

  • durch die Mitarbeit in regionalen und überregionalen Gremien Fachwissen auszutauschen, gemeinsame Veranstaltungen zu planen und zu organisieren und politische Arbeit zu leisten (z.B. der zunehmenden Instrumentalisierung sexualisierter Gewalt durch rechte Gruppierungen entgegen zu wirken).

  • die Öffentlichkeit, insbesondere im Raum Bergedorf, für die Thematik und den notwendigen Erhalt und ggf. Ausbau der Beratungsstelle zu sensibilisieren.

Zornrot e.V.
Vierlandenstr. 38
21029 Hamburg

Tel. 040 – 721 73 63
Email: info@zornrot.de

Unsere Telefonzeiten sind:

Mo. 10.00 bis 12.00 Uhr
Di.   14.00 bis 16.00 Uhr
Do.  09.00 bis 12.00 Uhr
Fr.   10.00 bis 12.00 Uhr

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