Dieses Angebot richtet sich an soziale, pädagogische, psychosoziale Fachkräfte, sowie angehende Fachkräfte (Weiterführende Schulen für z.B. sozialpädagogische Assistent*innen, Erzieher*innen, sowie Studierende der Universität und Fachhochschule), verstärkt auch Fachkräfte aus dem Bereich der Flüchtlingshilfe und Behindertenhilfe.

Fortbildungsveranstaltungen halten wir für unerlässlich, da sie u.a. eine wichtige Form der Prävention darstellen. Langfristig gesehen geht es uns darum, Fachkräfte soweit zu schulen, dass sie eine angemessene Sensibilität für die Thematik der sexuellen Gewalt gegen Kinder und Jugendliche entwickeln, ihre eigenen Möglichkeiten und Grenzen in diesem Zusammenhang erfahren und gegebenenfalls Intervention einleiten, sowie notwendige Unterstützung einfordern. In Krisensituationen ist ein soziales und fachliches Netzwerk besonders erforderlich.

Nach unserer Erfahrung lässt sich der Verdacht auf sexuelle Übergriffe als in­tensive Stresserfahrung für alle beteiligten Personen und Unterstützungs-Systeme verstehen (Familie, Kitas, Schule, Jugendamt, . . .). Der Grund hierfür liegt insbesondere in der Tatsache, dass die Thematik der sexuellen Gewalt verschiedene, jedem Menschen vertraute Grunderfahrungen konflikthaft verdichtet. Bei allen Personen, die mit der Thematik in Berührung kommen, werden diese mehr oder weniger deutlich wahrgenommen oder negiert. Insbesondere für Fachkräfte ist es daher wichtig, neben der sachlichen Aufklärung in einem geschützten Rahmen selbst zu erfahren, wie sie eine Konfrontation mit der Thematik erleben und in diesem Zusammenhang eigene Möglichkeiten und Grenzen erspüren, um für das Wohl der Betroffenen (und das eigene) handlungsfähig zu werden bzw. zu bleiben. Nicht alleine bleiben, Unterstützung holen bzw. annehmen können, meint hier auch die Möglichkeit, als Modell für die Betroffenen zu agieren.

Es werden Grundkenntnisse über Definition und Psychodynamik sexualisierter Gewalt vermittelt. Des Weiteren werden mögliche Folgen erlittener sexualisierter Gewalt sowie der Umgang mit den Betroffenen thematisiert.

Psychoedukation, bezogen auf die Verarbeitung von traumatischen Erlebnissen (wie funktioniert (vereinfacht) das menschliche Gehirn in Notfallreaktionen) kann ebenfalls Bestandteil von einer Fortbildung sein.

Die Thematik Sekundärtraumatisierung läuft parallel mit. Hier geht es vorrangig darum, als Fachkraft die eigenen Grenzen wahrzunehmen und sich nicht zu überfordern. Beispiel (in verkürzter Form): Ein Feuerwehrmann läuft nicht ungeschützt in ein brennendes Haus. Wie sieht meine ‚Schutzkleidung‘ aus?

Ziele sind:

  • zu erkennen, ob ein Kind oder ein/e Jugendliche*r möglicherweise sexueller Gewalt ausgesetzt ist oder war, handlungsfähig zu bleiben bzw. zu werden und ggf. weitere Übergriffe zu verhindern.
  • Fachkompetenzen zu erweitern.
  • das Erkennen eigener Grenzen zu ermöglichen und dieses auch zu verbalisieren.
  • die neu gewonnenen Erkenntnisse im (Berufs-)Alltag um­setzen zu können.
  • die Teilnehmer*innen anzuregen, sich weiter mit der Thematik auseinander zu setzen.

Daraus ergeben sich folgende Grundlagen und Prinzipien:

  • Die Fortbildungen werden in der Regel von zwei Mitarbeiterinnen in Teamarbeit vorbereitet, durchgeführt und ausgewertet.
  • In der Planung der jeweiligen inhaltlichen Ausgestaltung der Fortbildung stimmen wir die Wünsche der Auftraggeber*innen mit unseren eigenen Vorstellungen und beruflichen Erfahrungen ab.
  • Zeit und Umfang der Fortbildung richten sich nach dem jeweiligen Bedarf, den Wünschen der Auftraggeber*innen sowie nach unseren eigenen Kapazitäten, in der Regel nicht unter drei Zeitstunden.
  • Die Vermittlung von Wissen erfolgt zum Teil mit soziometrischen Übungen; so können A-ha Erlebnisse direkt gemacht werden, die auf Selbst-, Fremdwahrnehmung und (System)-Übertragung basieren. Selbstgemachte Erfahrungen prägen sich leichter ein, Bauchgefühle sind eindeutiger spürbar u.v.m.
  • Inhaltlich bleiben wir flexibel und können so auf aktuelle Anliegen eingehen. Fallanliegen und persönliche Betroffenheit gehören explizit nicht in die Veranstaltungen.

Zornrot e.V.
Vierlandenstr. 38
21029 Hamburg

Tel. 040 – 721 73 63
Email: info@zornrot.de

Unsere Telefonzeiten sind:

Mo. 10.00 bis 12.00 Uhr
Di.   14.00 bis 16.00 Uhr
Do.  09.00 bis 12.00 Uhr
Fr.   10.00 bis 12.00 Uhr

Unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende!

Paypal Spendenbutton

Impressum | Datenschutz

© Copyright Zornrot e.V. 2018

 

 

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Datenschutzerklärung Ok